5. März 2011

Von Mädchen und Rabauken

Schon lange, wirklich schon lange ist es her, dass ich Pohlmann mal live gehört habe. Damals (2007? 2008) fand ich das dann anders und ganz toll, weil deutsch und so wahr, was er da singt. Zu "was er da singt" gehört auch Mädchen und Rabauken, ein unfassbar beschissen tolles Lied, weil es einfach so wahr ist. Seit ich dieses Lied kenne, habe ich viele Diskussionen über das Thema geführt und auch immer wieder darüber nachgedacht. Ja,welches Thema eigentlich? Es geht darum, dass man etwas haben will, was man nicht haben kann und andersherum. Ich zitiere Pohlmann:
Und was man nicht bekommt
Das will man haben
Selbst wenn man dabei
Sein Herz riskiert

Und was man leicht bekommt
Das will man nicht haben
Selbst wenn man dabei
Sein Herz verliert

Nur warum ist das so? Warum ist man - oder vor allem ich? - so? Was bringt das, wenn es weh tut und man sich etwas einredet? Warum will man etwas, von dem man entweder nicht weiß, ob es gut ist? Oder etwas, von dem man ganz genau weiß, dass es alles andere als gut ist? Warum nimmt man nicht das, was gut ist? Von dem man weiß, dass es sinnvoll ist und nicht weh tut? Ich konnte und kann diese Frage nicht beantworten, und vielleicht ist ja auch gerade das das Spannende daran. Dass es immer wieder aufs Neue unberechenbar und unverständlich ist.
Meine Freundin meinte gestern dazu:
Das ist halt mal wieder diese dämliche Regel. Alles, was beschissen, unerreichbar oder blöde ist. Das ist fast so wie... bei Sortimentsumstellungen. Wenn man plötzlich etwas unbedingt noch haben muss, bevor es geht!

Nur, warum ist das so? Ich werde mir diese Frage immer und immer wieder stellen, auch wenn ich keine Antwort darauf bekommen werde. Oder, wenn es wieder weh tut. Oder wenn es sich vielleicht auch mal gelohnt haben sollte...

1 Kommentar:

jules hat gesagt…

Die Pohlmann-Regel.. dummerweise kann man sich auf die echt verlassen.